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Glücksbambus wird am Stamm gelb

Durch, bisher leider noch unbekannte Faktoren, kann es dazu kommen, dass ein Glücksbambus am Stamm „gelb wird“.
Ein Verfaulen des Stammes tritt ein. Möglicherweise handelt es sich dabei um noch unbekannte Krankheitserreger, Bakterien oder Schimmelpilze. Es ist fast auszuschließen, dass die Ursache des „Gelbwerdens“ irgendwas mit Schädlingen zu tun hat. Ebenso ist es eher unwahrscheinlich, dass Pflege, Substrat oder Standort dafür verantwortlich sind, wenn sich der Glücksbambus in seiner Umgebung bisher über Monate oder Jahre wohl fühlte. Ob die Pflanze ein „natürliches Ablaufdatum“ hat ist ebenfalls anzuzweifeln, obwohl wir bisher nur Berichte von max. 3-4 jährigen Pflanzen erhalten haben.

Leider ist bis dato noch nicht berichtet worden, dass sich ein Glücksbambus von diesem geheimnisvollen Prozess wieder erholt  hat.
Wenn das „Gelbwerden“ jedoch früh genug behandelt wird, ist es keineswegs ein Todesurteil für den Lucky Bamboo. Wenn man am Glücksbambus eine gelbe Stelle entdeckt, sollte rasch gehandelt werden, da sich der Vorgang immer mehr beschleunigt.
Derzeit ist nur eine Behandlungsmethode nachhaltig wirksam: Amputation (also abtrennen des kranken Stammstückes)

Dabei ist darauf zu achten, dass das verwendete Werkzeug gut gereinigt und desinfiziert wird, damit es an der Schnittstelle nicht zu erneuten Infektionen kommt. Das gelbe Stück sollte wirklich großzügig abgeschnitten werden, damit sich der Fäulnisprozess nicht im Inneren des Stammes fortsetzen kann. Anschließend lässt man die Schnittstelle einige Stunden eintrocknen. Man kann die Schnittstelle noch zusätzlich mit Holzkohlepulver desinfizieren. Es ist nicht zwingend notwendig die Schnittstelle zu verschließen, aber doch sehr empfehlenswert. Dazu nimmst Du am besten Baumwachs, aber auch weiches Kerzenwachs (wie z.B. von Öllichtern) ist ganz gut geeignet. Ein, zu hartes Wachs wird nicht lange halten und fällt wieder ab. Beim Verschließen mit Kerzenwachs darf das heiße Wachs auf keinen Fall auf die Schnittstelle getropft werden. Das würde zu Verbrennungen führen. Besser lässt man das Wachs auf ein Blatt Papier tropfen und gibt es erst kurz vor dem Erkalten auf die Schnittstelle. Von handelsüblicher Wundverschlusspaste ist dringend abzuraten! Der Glücksbambus verträgt die Inhaltsstoffe der Wundverschlusspaste überhaupt nicht und beginnt wieder gelb zu werden.

Falls sich am abgeschnittenen Stück Triebe befinden, solltest Du versuchen diese wieder zu bewurzeln. Das gelingt in den meisten Fällen, außer die Triebe sind schon zu sehr vom Gelbwerden in Mitleidenschaft gezogen worden.

Wenn das verbleibende Stammstück nach der Operation keine Triebe  mehr hat, ist das auch kein Unglück. Nach einigen Wochen oder Monaten werden sich an den Segmentgrenzen kleine „Augen“ bilden. Dort entstehen wieder neue Triebe. Dafür ist nur etwas Geduld erforderlich.

Glücksbambus zwei Wochen nach dem Abtrennen des gelben Stückes. Der "unsachgemäße" Kerzenwachsdeckel ist abgefallen und die Schnittstelle ist eingetrocknet.

Ein halbes Jahr später: Der selbe Glücksbambus erfreut sich bester Gesundheit!

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