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Die Vermehrung der Dracaena Sanderiana …

 … ist wohl eines der größten Mysterien dieser Pflanze. Bis jetzt ist es noch nicht bekannt, wie sich der Glücksbambus auf „natürliche“ Art vermehrt.

Trotzdem gibt es einige chancenreiche Methoden unseren Liebling zu vervielfältigen. Von den Geschäftemachern wird natürlich strengstens abgeraten, damit sie immer wieder neue Bamboos verkaufen können. Das hat viele von uns natürlich nicht abgehalten ein wenig zu Experimentieren. Daraus sind ganz praktikable Techniken entstanden mit denen sich der Glücksbambus relativ sicher vermehren lässt. 

Eigentlich beruhen alle Techniken auf irgendeine Art der Teilung der Pflanze, sei es durch das Teilen des Stammes oder durch das Abtrennen von vorhandenen Trieben. Letztere Methode ist besonders sicher, da sich am verbleibenden Stamm mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder neue Triebe bilden. Man hat eine große Sicherheit, dass wenigstens ein Teil der Pflanze erhalten bleibt, falls die Bewurzlung des Triebes aus irgendeinem Grund fehlschlägt. 

Eine perfekte Beschreibung der Techniken zum Teilen des Glücksbambus oder Abtrennen eines Triebes findest Du hier: Teilen

 Folgend die Möglichkeiten der Teilung des Stammes:

1. Methode:

Man teilt einen Glücksbambusstamm ein mehrere Teile. Dabei gilt es, diese Regeln zu beachten. Die Teile ohne Verschluss, werden nach einigen Stunden Trocknungszeit mit weichem Wachs verschlossen. Aber bitte keine heißes Wachs verwenden, das würde zu Verbrennungen der Pflanze führen. Auch von handelsüblicher Wundverschlusspaste ist dringend abzuraten! Der Glücksbambus verträgt die Inhaltsstoffe der Wundverschlusspaste überhaupt nicht und stirbt! Dieser Wachsdeckel ist nicht zwingend erforderlich aber er verhindert das Austrocknen der Stirnseite des Stammes (Optik).

Die Stammstücke werden dann, vorzugsweise, in einem Wasserglas bewurzelt und können nach einigen Wochen (oder besser einigen Monaten) relativ problemlos in ein anderes Substrat gesetzt werden. (Bild a und b). Über diese Vermehrungsmethode wurde schon von Einigen berichtet und auch ich selbst kann diese Art der Vermehrung als sehr zuverlässig einstufen.

Eine Fortsetzung dieser Variante (c) wurde von unserem Community-Mitglied Desi berichtet. (Von Desi stammen übrigens auch die kultigen Zeichnungen. Herzlich Dank dafür!)

Wenn der Trieb dann ein bis zwei Zentimeter lang ist, wird das Stammstück waagerecht in ein Substrat gelegt und damit bedeckt. (ohne Wachsdeckel!)

Ein primitives Zimmergewächshaus (wenn man sich ein wenig umschaut, ist so ein (kleines) Ding schon unter einem Euro zu erstehen) leistet dabei sicher sehr gute Dienste, da die Feuchtigkeit und die Wärme gespeichert wird. Der Pflanze wird sozusagen ihre natürliche Umgebung vorgegaukelt. Ein Stück Frischhaltefolie und ein „Gummiringerl“ leisten bestimmt genauso ihre Dienste.

Über diese Methode wurde leider noch nicht sehr viel berichtet, ich werde diese Anordnung aber im „Selbstversuch“ testen und diesen Beitrag natürlich entsprechend ergänzen.

Bei dieser Methode könnte es sich möglicherweise auch um die natürliche Vermehrungsmethode handeln, die auch ohne weiteres in der Natur vorkommen kann.

2. Methode 

Den Stamm (a) wie unter (b) gezeigt an beiden Seiten bearbeiteten .Die Wachsschicht nur zur Hälfte entfernen. Das ist Feinarbeit und kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein Tapeziermesser ist dafür zB sehr geeignet.

Dann den Stamm in eine flache Schale legen (c), die offenen Stellen müssen immer mit Wasser bedeckt sein. Aber Vorsicht mit dem Gießen, die Triebansätze sollten eher trocken gehalten werden und nicht im Wasser liegen. Wenn sich entsprechend Wurzeln gebildet haben, kann man die Pflanze wieder in ein Substrat der eigenen Wahl pflanzen. Glücksbambusse sind beim Substrat nicht sehr anspruchsvoll, billige Grünpflanzenerde reicht meistens völlig aus. Das Wachstum bei weiterer Wasserhaltung, soll das der Erdhaltung bei weitem übertreffen. Ansonsten vorgehen wie bei Methode 1.

 

 

 

 

Blüht er, oder blüht er nicht...

Unser Community-Mitglied firetwister hat bei seinen Recherchen im Netz eine Seite entdeckt, die blühende Bamboos erwähnt. Leider ist das der einzige, bisher bekannte Bericht über die Blüte der Dracaena Sanderiana und dessen Wahrheitsgehalt ist nicht überprüfbar. Es kann sich natürlich auch um eine gekonnte Fotomontage handeln. Dabei drängt sich natürlich die Frage auf: „Wer macht sich die Mühe und täuscht das Blühen eines Glücksbambus vor?“

Deshalb kann es durchaus möglich sein, dass sich die „Dracaena Sanderiana“ auch über Samen vermehrt. Falls es dafür jemals glaubwürdige Hinweise gibt, wird auf dieser Seite selbstverständlich davon berichtet. Ich habe vereinzelt von „Zimmerdracaenen“ gehört (sind ja mit dem Glücksbambus verwandt), die nach vielen Jahren (10 und mehr) geblüht haben. Dabei soll sich ein penetranter Gestank entwickeln …

 

Ich möchte diesen Beitrag mit weiteren oder anderen Informationen ergänzen