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Glücksbambus im Wasser halten

Das ist sozusagen die Urvariante. Von den Herstellern und Vertreibern des Glücksbambus wird fast nur diese Variante genannt und unbedingt empfohlen.

Man kann sagen, dass die Wasserhaltung auch problemlos funktioniert, sehr einfach zu handhaben ist und am schnellsten Wachstumserfolge hervorbringt. Langfristige Erfolge wage ich aber zu bezweifeln, weil die natürliche Umgebung eines Drachenbaumes auf keinen Fall ein Wasserglas sein kann. Das behaupte ich jetzt einfach mal, ohne einen botanischen Background zu haben.

Trotzdem kann man den Glücksbambus für eine lange Zeit sehr gut in einer Vase halten. Wenn der Lucky Bamboo noch keine oder nur wenige Wurzeln hat, ist es sogar sehr empfehlenswert ihn für einige Monate im Wasser zu belassen, bis sich ein anständiges Wurzelwerk gebildet hat.

Wenn der Behälter einen großen Durchmesser hat, sollte man besser Dekosteine, Kiesel oder dergleichen in die Vase geben, damit der Glücksbambus eine gute Standfestigkeit hat. Es ist empfehlenswert, diese Steine und die Vase vorher mit heißem Wasser gründlich zu reinigen, damit keine Infektionen zu befürchten sind.

Manchmal ist auf den „Pflegeanleitungen“ zu lesen, dass das Wasser wöchentlich gewechselt werden muss. Das ist nicht unbedingt so, wie ich durch eigene Erfahrung (und durch eigene Faulheit) gemerkt habe. Wenn man mit der Wasserqualität keine Probleme hat, reicht ein Nachfüllen des Wassers vollkommen aus. Regenwasser ist dafür am besten geeignet, da im Leitungswasser von städtischen Wasserwerken möglicherweise zu hohe Konzentrationen von Chlor oder Ähnlichem vorkommen könnten. Auch Brunnenwasser ländlicher Gebiete kann durch die intensive Landwirtschaft einen hohen Nitratanteil haben. Im schlechtesten Fall kann der Glücksbambus darauf negativ reagieren. Wenn man kein Regenwasser verwenden kann/will, empfiehlt es sich das Wasser einige Tage in der Gieskanne zu belassen. Dadurch können sich die Konzentrationen von negativen Inhaltsstoffen beträchtlich verringern. Selbstverständlich kann man auch Tafelwasser oder destilliertes Wasser verwenden. Das kostet aber alles Geld! In den meisten Fällen ist Leitungswasser aber vollkommen ausreichend.

Wenn das Wasser nach kurzer Zeit übel riecht oder eine unerwünschte Algenbildung eintritt, kann man ZB einige Tropfen Blumenfarbe dazugeben. Das macht das Wasser um einiges „stabiler“ und schadet dem Glücksbambus nicht. Ein weiters Hausmittel ist, ein Stück Holzkohle in das Wasser zu geben, da Holzkohle sehr gute antibakterielle Eigenschaften hat.

Oft ist auch zu lesen, dass der Glücksbambus nicht gedüngt werden darf weil er nur vom Wasser lebt. Das kann langfristig aber auch nicht gut gehen. Wenn man den Glücksbambus über viele Monate oder vielleicht sogar Jahre im Wasser halten will, sollte man sich Hydrokulturdünger zulegen und den Lucky manchmal ein wenig „füttern“. Aber bitte nur geeigneten Dünger für Hydrokultur verwenden! Wenn man Dünger verwendet, der für Pflanzen in Erdhaltung gedacht ist, wird bald alles Andere in der Vase wachsen, nur nicht der Glücksbambus!

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